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03.10.2012

Neue Micro-Hip-Chirurgie macht es möglich:

Heute ein neues Hüftgelenk, morgen wieder auf den Beinen

Mit revolutionären mikroinvasiven Operationstechniken hat das Orthopädische Klinikum der Universität Regensburg in Bad Abbach international Maßstäbe gesetzt - Aktueller Rekord: 2.000ste Operation mit der neuen "Micro-Hip"-Technik

Bad Abbach / Regensburg - Ein neues Hüftgelenk und einen Tag nach der Operation wieder auf den Beinen: Neue Operationstechniken machen es möglich. Die Orthopädische Klinik der Universität Regensburg in Bad Abbach gilt heute als das führende Zentrum für minimal invasive Hüftgelenksoperationen in Europa. Dort wurde in den letzten Jahren die neue minimal invasive Operationsmethode zum Hüftgelenk-Ersatz mit entwickelt und perfektioniert: Mehr als 2.000 Hüftgelenke haben Professor Joachim Grifka und sein Team in dem Klinikum vor den Toren Regensburgs mit dieser revolutionären "Micro-Hip"-Technik bereits ersetzt. Für die Patienten hat die Bad Abbacher Operationsmethode viele Vorteile. Vor allem: Die Patienten sind in aller Regel bereits direkt nach der Operation schmerzfrei. Sie können bereits am ersten Tag nach dem Eingriff aufstehen und nach acht Tagen gestützt durch Gehhilfen wieder Treppen steigen.

Drei Tage nach dem Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks wieder mobil: Auch diese 72-jährige Patientin profitiert von den in der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg in Bad Abbach entwickelten minimal invasiven Operationsmethoden. Professor Dr. Joachim Grifka (rechts) hatte die Patientin operiert. Foto: Orthopädische Klinik der Universität Regensburg.

15 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland unter arthrosebedingten Gelenkbeschwerden. Weil die Bevölkerung immer älter wird, die Menschen aber auch im Alter mobil bleiben wollen, werden jedes Jahr in der Bundesrepublik mehr als 200.000 Hüftgelenke ersetzt - Tendenz weiter steigend. Der Leiter der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg im Asklepios Klinikum Bad Abbach, Professor Dr. Joachim Grifka, gilt heute laut Empfehlungslisten großer deutscher Magazine als der "Papst" auf dem Gebiet des Gelenkersatzes. Patienten aus der ganzen Welt kommen mittlerweile zum Austausch ihrer kaputten Hüften in den niederbayerischen Kurort. Deutschlandweit gilt die Klinik als eines von zehn großen Endoprothetik-Zentren in Deutschland.

"Der Ersatz eines Hüftgelenks ist heutzutage eine Routineversorgung. Unsere minimal invasive Operationstechnik mit einem nur kleinen Hautschnitt vermindert das Risiko von postoperativen Problemen. Auch weil bei dieser Technik keine Muskeln durchtrennt werden, der Blutverlust sehr gering und auch keine Vollnarkose erforderlich ist", sagt Professor Grifka. Auch orthopädische Chirurgen aus ganz Deutschland sind heute regelmäßig in Bad Abbach Gäste, um als Zuschauer bei Live-Operationen die neuen Operationstechniken kennenzulernen.

Navigationsgestützte Operationen beispielsweise haben in den letzten Jahren die Operationsergebnisse revolutionär verbessert. In Bad Abbach gibt es heute, auch ein Novum in Europa, zwei der dafür notwendigen computerassistierten Navigations-Operationssäle. Mit der neuen Technik können Operationen im Bereich der Knie- und Hüft-Endoprothetik wie auch an der Wirbelsäule, sportchirurgische und unfallchirurgische Eingriffe mit einer früher nicht möglichen Präzision durchgeführt werden.

Trotz aller Kompetenz beim Gelenkersatz: Bad Abbach gilt heute auch als führend bei Hüftgelenk erhaltenden Operationen. "Die Entscheidung zu einem künstlichen Gelenk darf nicht vorzeitig getroffen werden. Wir versuchen zunächst alle anderen Möglichkeiten der Behandlung auszuschöpfen", so Professor Grifka. So haben die Chirurgen in Bad Abbach auch eine sichere Operationsmethode zur Gelenkumformung entwickelt. Mit Hilfe dieser "Arthroplastik" lässt sich der altersbedingte Gelenkverschleiß deutlich reduzieren und der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks zeitlich erheblich hinauszögern.

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Für weitere Informationen bzw. Rückfragen wenden Sie sich bitte an joachim.grifka@klinik.uni-regensburg.de
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