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13.08.2013

Orthopädische Klinik Bad Abbach:

Minister Heubisch besucht das "Flaggschiff" unter Bayerns Orthopädie-Zentren

Klinikdirektor Professor Dr. Grifka: Spitzenmedizin für Ostbayern braucht die Unterstützung des bayerischen Wissenschaftsministeriums

Bad Abbach - Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch hat am Montag eines der Flaggschiffe der Orthopädiezentren Bayerns besucht: Die orthopädische Klinik der Universität Regensburg in Bad Abbach mit zuvor nur regionaler Bedeutung gilt heute als das führende Zentrum für minimalinvasive Hüftgelenksoperationen in Europa.

Die Orthopädische Universitätsklinik der Universität Regensburg in Bad Abbach zählt zu den wichtigsten Zentren und Forschungseinrichtungen für Hüft- und Kniegelenk-Prothetik in Deutschland. Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch (li.) besuchte die Klinik am Montag und ließ sich von Klinikdirektor Professor Dr. Joachim Grifka über neue Forschungsergebnisse und die Entwicklung der Patientenzahlen informieren. Rechts im Hintergrund Bad Abbachs Bürgermeister Ludwig Wachs. Foto: Orthopädische Universitätsklinik Bad Abbach

Der Wissenschaftsminister würdigte bei seinem Besuch in der Klinik die Arbeit von Prof. Joachim Grifka und seinem Team. Unter der Leitung des heutigen Klinikdirektors hat sich das frühere Rheumazentrum mit zuvor nur regionaler Bedeutung seit 2000 zu einer international führenden Klinik auf dem Gebiet der mikroinvasiven Operationen im Bereich des Bewegungssystems sowie der Hüft- und Kniegelenksbehandlung entwickelt.

Chirurgen aus der ganzen Welt werden mittlerweile in Bad Abbach ausgebildet. Anfang 2013 erhielt Professor Grifka für seine Aufbauleistungen das  Bundesverdienstkreuz am Bande. In den jährlichen Bewertungen der besten Mediziner und Kliniken Deutschlands des Nachrichtenmagazins FOCUS belegen der Mediziner und sein Team seit Jahren einen Spitzenplatz.

"Unser Auftrag ist es, Spitzenmedizin zu garantieren, aber auch orthopädische Kompetenz für die Bevölkerung Ostbayerns mit allen ihren aktuellen Möglichkeiten vorzuhalten", sagte Professor Grifka beim Rundgang mit Dr. Heubisch. "Dafür brauchen wir aber die Unterstützung Ihres Ministeriums und vor allem den Bestandschutz dieser auch für die Universität Regensburg so wichtigen Universitätsklinik hier in Bad Abbach", so Professor Joachim Grifka zum Minister.
 
Mehr als 2.000 Hüftgelenke wurden in den letzten Jahren in Bad Abbach mit der dort entwickelten revolutionären "Micro-Hip"-Technik bereits ersetzt. Für die Patienten hat die Bad Abbacher Operationsmethode viele Vorteile. Vor allem: "Die Patienten sind meist bereits direkt nach der Operation schmerzfrei. Sie können dann am ersten Tag nach dem Eingriff aufstehen und nach acht Tagen gestützt durch Gehhilfen wieder Treppen steigen", erläuterte der Klinikdirektor dem Minister.

Auch bei der Entwicklung computergestützter Navigationsmethoden zur exakten Implantatspositionierung im Kniebereich gilt das Klinikum in Bad Abbach international als federführend. Mit dieser Technik können Operationen im Bereich der Knie- und Hüft-Endoprothetik wie auch an der Wirbelsäule mit einer früher nicht möglichen Präzision durchgeführt werden. Bad Abbach verfügt heute, auch ein Novum in Europa, über zwei der dafür notwendigen computerassistierten Navigations-Operationssäle.

Der Minister wurde bei seinem Besuch eingehend über das mit 1,8 Mio. Euro öffentlichen Geldern geförderte Projekt zur Verbesserung der Präzision bei der Hüftprotheseneinbringung informiert. "Ich will zeigen, dass die Fördergelder gut angelegt sind", sagte Prof. Grifka gegenüber dem Minister. "Wir sind die orthopädische Universitätsklinik für Ostbayern und wir wollen mit unserer Arbeit auch in Zukunft eine Spitzenmedizin für unsere Bevölkerung sicherstellen."

Der Klinikdirektor informierte den Minister beim Rundgang durch die Abteilungen über die Dimensionen des Behandlungszentrums. In der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg werden jährlich rund 5.000 Operationen und 14.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Sie verfügt über 136 Betten und ein Team von acht Oberärzten sowie 22 Fach- und Assistenzärzten. Therapie-schwerpunkte sind dabei auch die Kinderorthopädie, hier insbesondere auch die Gesundheitsförderung der Kinder. Mit Sportwissenschaftlern und Schulen wurden dazu in der Vergangenheit gemeinsam Programme für einen gesunden Rücken und zur Vermeidung von Haltungsschäden entwickelt. Breiten Raum nehmen im Klinik-Alltag auch die gelenkerhaltenden Behandlungen ein. Ziel ist hier die Vermeidung von Operationen durch Reduzierung der Arthroseentwicklung.

Professor Grifka wiederholte beim Ministerbesuch seine Kritik an den in Deutschland üblichen Vergütungssystemen, die nach seiner Überzeugung falsche Anreize für in vielen Fällen überflüssige Hüftgelenk-Operationen geben würden. Auch deshalb sei die Bundesrepublik heute pro Kopf der Bevölkerung führend bei der Quote der künstlichen Gelenk- und Wirbelsäuleneingriffe. "Qualität muss in der Medizin aber vor Quantität und rein ökonomischen Bestrebungen kommen", meinte Professor Grifka. "Nach dieser Maxime jedenfalls arbeiten die Ärzte der Orthopädischen Universitätsklinik hier in Bad Abbach", so der Klinikdirektor.
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