Aktuelle Pressemitteilungen

10.10.2013

Klinikum Bad Abbach schult Betreuer für den Spielfeldrand

Bad Abbach - Fitness ist Voraussetzung für Höchstleistung im Vereinssport. Doch nicht jeder Verein hat einen Vereinsarzt als Betreuer für seine Aktiven. Die Orthopädische Universitätsklinik Bad Abbach bemüht sich deshalb seit Jahren Trainer, Therapeuten und Spielerbetreuer in ihrer täglichen Vereinsarbeit zu unterstützen. Eine Schlüsselveranstaltung ist in jedem Jahr das Sportorthopädische Teamforum der Orthopädischen Universitätsklinik im Herbst: Hochkarätige Experten informierten dort auch in diesem Jahr wieder über das Neueste aus der Welt der Sportverletzungs-Prävention sowie über neue Entwicklungen zur optimalen Behandlung von Sportverletzungen. Mehr als 80 Vereinsrepräsentanten und Sportliche Betreuer waren in diesem Jahr in Bad Abbach dabei.

Foto: Fotolia

Die häufigsten Verletzungen im Sport betreffen Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Wirbelsäule, aber auch den Kopf. Im Fall des Falles müssen Betreuer und Trainer hier schnell reagieren. "PECH" heißt in diesem Fall die meist richtige Vorgehen: "Pause, Eis, Kompression, Hochlagern", bevor der Spieler oder Sportler von einem Arzt, am besten einem Orthopäden untersucht wird", sagte Oberarzt Dr. Benjamin Craiovan, einer der wissenschaftlichen Leiter des Teamforums. Sein Tipp, um Verletzungen zu vermeiden "11+ - das von der FIFA empfohlene Aufwärmprogramm zur Verletzungsprävention. Das ist eine Kombination von Übungen, mit denen man sich vor typischen Fußballverletzungen schützen kann." 

Interessante Antworten gab es für die 80 Teilnehmer auf Fragen, die im Fußball immer wieder gestellt, aber selten kompetent beantwortet werden, zum Beispiel die Frage, ob Fußballer mit O-Beinen die besseren Spieler sind. Die Antwort: O-Beine im Fußball entwickeln sich durch das sportspezifische Training mit Drehschüssen. O-Beine können zu Überlastung des Knies führen. In manchen Fällen ist hier sogar eine Umstellungsoperation am Unterschenkel notwendig, um die Fehlstellung wieder auszugleichen.

"Hier gibt es neue Behandlungsmethoden, ebenso bei den häufigen Knieverletzungen mit Meniskus- oder Kreuzbandriss. Ein Kreuzbandriss verringert die Stabilität des Kniegelenks und kann zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß führen", sagte Oberarzt Privatdozent Dr. Renkawitz. Orthopäden empfehlen deshalb, in diesem Fall eine körpereigene Sehne zur Stabilisierung einzusetzen. Im Klinikum Bad Abbach werden solche Operationen heute minimalinvasiv also mit einem winzigen Schnitt in "Schlüssellochtechnik" durchgeführt.

Interessantes erfuhren die Teilnehmer auch über die "Sportlerleiste", eine häufige Problemzone beim Fußballer. "Nicht hinter jedem Leistenschmerz verbirgt sich ein Leistenbruch", betonte Privatdozent Dr. Renkawitz in seinem zweiten Vortrag. Oftmals seien muskulär-sehnige Überlastungsreaktionen im Leistenbereich Schmerzursache. Hier bedarf es deshalb einer genauen Abklärung durch einen Sportorthopäden.

"Wir im Orthopädischen Universitätsklinikum Bad Abbach sehen uns in einer ganz besonderen Rolle als Berater und Kompetenzpartner der Sportvereine in der Region in allen Fragen rund um die medizinische Betreuung der Sportler und Spieler in der Oberpfalz und Niederbayern", sagt Klinikdirektor Professor Joachim Grifka. Deshalb werden wir die direkte Zusammenarbeit mit den Vereinen in Zukunft weiter intensivieren. Nächste geplante Großveranstaltung sind die Regensburger Sporttage im Juni 2014, die sich vor allem an angehende Sportärzte richten. Das Fortbildungsforum findet bereits zum 14. Mal an der Orthopädischen Universitätsklinik in Bad Abbach statt.
Download PDF-Dokument Download Word-Dokument Download Alle Bilder als ZIP-Archiv

Für weitere Informationen bzw. Rückfragen wenden Sie sich bitte an joachim.grifka@klinik.uni-regensburg.de
Die Verwendung der Bilder ist gegen Zusendung eines Belegexemplars honorarfrei.

Belegexemplare bitte senden an:
Asklepios Klinikum Bad Abbach | c/o NewsWork AG | Weinzierlstraße 15 | 93057 Regensburg